Erfolgsgeschichten aus Österreich geben Orientierung

Hinter den Besuchern der Kongressmesse Moderner Staat liegen spannende Tage. Vom 8. bis 9. November 2011 kamen in Berlin die Expertinnen und Experten in Sachen Verwaltungsmodernisierung zusammen, um sich umfassend über Projekte und Best Practices auszutauschen. Orientierung gaben dabei zahlreiche Erfolgsgeschichten aus dem Messepartnerland Österreich.

 

accenture
Starke Frauen modernisieren den Staat: Catrin Hinkel, Gabriele Heinisch-Hosek, Cornelia Rogall-Grothe, mit Botschafter Dr. Ralph Scheide.

Seit 2006 belegt Österreich ununterbrochen den ersten Platz im E-Government-Ranking der EU. Kurz vor Messebeginn hatte der "e-Government Monitor 2011" der Initiative D21 erneut bestätigt, dass Österreich hier weiterhin Spitze ist. Bereits 70 % der Internetnutzer kommunizieren dort online mit Behörden. „In Punkto Nutzer-Zufriedenheit sind die österreichischen Behörden tonangebend“, kommentiert Catrin Hinkel (Accenture) die Ergebnisse der Studie. Das e-Government „made in Austria“ verbindet durch die innovative Handy-Signatur höchstmögliche Sicherheit mit großem Komfort, weil weder Chipkartenlesegeräte noch besondere E-Mail-Konten benötigt werden. Die Österreichische „Bürgerkarte am Handy“ ermöglicht nicht nur die elektronische Zustellung und den sicheren Empfang von (Behörden-)Post. E-Mails & PDFs lassen sich kinderleicht signieren. Der Bürger kann eingeschriebene Briefe online verschicken. Beim Electronic Banking werden Banken-PINs und TANs überflüssig. Über 100 Amtswege von A wie Arbeitnehmerveranlagung bis Z wie Zentralregisterauszüge können bequem von zu Hause aus erledigt werden. An die Adresse der österreichischen Verwaltungsmodernisierer bestätigte Catrin Hinkel in ihrer Eröffnungsrede: „Was Sie allein mit im Bereich Mobile Government, erreicht haben, das sucht in Europa seines gleichen“.

Nicht ohne Stolz konnte die Österreichische Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek darauf verweisen, dass Österreich das erste Land in Europa war, das ein eigenes E-Government Gesetz verabschiedet hat. Die IT-Beauftragte der Bundesregierung Cornelia Rogall-Grothe hatte bereits am Vorabend der Messe klar gemacht, dass auch in Deutschland die Tage der zahlreichen Schriftformerfordernisse gezählt sind. Am Rande der Messe wurde deutlich: Die hervorragende Bilanz der Österreicher weckt den Ehrgeiz der deutschen Bundesregierung. Bundeskanzlerin Merkel hat die Zielmarke bereits ausgegeben: In den kommenden Jahren soll das deutsche E-Government einen Spitzenplatz in Europa einnehmen.



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