Deutsche Post: Der Brief im Internet
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Die Deutsche Post überträgt den klassischen Brief ins Internet und ermöglicht damit eine vertrauliche, verbindliche und verlässliche elektronische Schriftkommunikation. Verwaltungen können damit ihre Abläufe medienbruchfrei gestalten. Der elektronische Brief wird erstmals auf der Messe MODERNER STAAT 2009 vorgestellt.
Bonn, 21. Oktober 2009 - Die Post bringt den Brief ins Internet. Anfang Juli startete ein Pilotprojekt unter dem Arbeitstitel Onlinebrief. Jetzt stellt die Deutsche Post den elektronischen Brief und seine Anwendungen für das eGovernment erstmals auf der Messe MODERNER STAAT 2009 vom 24. bis 25. November in Berlin vor. „Wir bieten eine neue elektronische Kommunikationsform, die so verbindlich und verlässlich wie der klassische Brief ist", sagt Johannes Helbig, CIO BRIEF und Mitglied des Bereichsvorstands der Deutschen Post AG.
Für Verwaltungen bietet der Brief im Internet eine Möglichkeit, Abläufe medienbruchfrei zu gestalten. Dabei besitzt er die wesentlichen Eigenschaften des papierbasierten Briefs: Er ist vertraulich, verbindlich und verlässlich. Der Brief im Internet ist so verschlüsselt, dass er nicht von Dritten eingesehen oder verändert werden kann. Alle Nutzer müssen sich per PostIdent-Verfahren persönlich anmelden. Dadurch ist die eindeutige Identifizierung der Teilnehmer gewährleistet. Zudem kann der elektronische Weg eines Onlinebriefs vom Versender zum Empfänger von Anfang bis Ende nachgehalten werden. Bei alledem ist der Onlinebrief genauso einfach und schnell wie eine E-Mail.
Durch seine wesentlichen Eigenschaften - vertraulich, verbindlich und verlässlich - ermöglicht der Onlinebrief die elektronische Kommunikation auch für Dokumente, die bislang fast ausschließlich in Papierform versendet werden konnten. Neben dem Standard-Onlinebrief können auch Einschreiben mit oder ohne Rückschein online verschickt werden. Der Absender erhält dann digital die entsprechenden Nachweise für diese speziellen Versandarten.
Mit dem Hybridversand alle Bürger erreichen
Auch Personen und Unternehmen, die noch nicht an das elektronische Portal der Post angeschlossen sind, kann der Onlinebrief erreichen. Der Absender gibt in seinem elektronischen Brief einfach die postalische Anschrift des Empfängers an; die Post druckt dann das Schreiben aus und der Briefträger stellt es zu.
Die Vorteile des Onlinebriefs - eindeutige Identifizierung von Absender und Empfänger, gesicherte Transaktionen, sowie der hybride Versand - machen diesen Dienst gerade für den öffentlichen Sektor besonders attraktiv", sagt CIO Johannes Helbig. Denn öffentlichen Verwaltungen ermöglicht das Portal die verbindliche Online-Kommunikation mit Bürgern und Unternehmen. Die Post entwickelt zurzeit eine elektronische Poststelle, die den Brief im Internet in die Behördenwelt integriert. Damit können Informationseingang, Verarbeitung und Ausgang ohne Medienbrüche abgebildet werden.
Medienbrüche reduzieren
Eingehende Onlinebriefe gehen sofort in den digitalen Workflow. Papierbriefe und auch Faxe werden digitalisiert und dann weitergeleitet. Am Ende des Fachverfahrens steht der elektronische Postausgang. Bei Adressaten, die nicht via Onlinebrief erreichbar sind, wird das Schreiben von der Deutschen Post automatisch gedruckt und als Brief zugestellt. „Diese Hybridkonstruktion des Onlinebriefes ermöglicht es Behörden, sofort vollständig auf elektronische Schriftkommunikation umzusteigen, dabei aber dennoch diskriminierungsfrei alle Bürger zu erreichen und für sie erreichbar zu sein", betont Helbig. Immerhin sind immer noch 30 Prozent der Deutschen ohne Internetanschluss.
Deutsche Post - Dienstleister des öffentlichen Sektors
Als Spezialist für Dokumentenlogistik unterstützt die Post mit ihren Lösungen Verwaltungen und öffentliche Unternehmen seit vielen Jahren beim Aufbau von medienbruchfreien Prozessen - von der frühzeitigen Digitalisierung über die Datenerfassung bis hin zum Druck und Versand von Dokumenten. Gemeinsam mit der Stadt Frechen und der Kanzlei Rödl & Partner hat die Deutsche Post die Optimierungspotenziale im Bereich Forderungsmanagement analysiert und Handlungsempfehlungen entwickelt. Der Bericht wird auf der Messe MODERNER STAAT vorgestellt. Er steht ab Mitte November zum Download unter www.deutschepost.de/360grad bereit. Weitere Themen der Messe sind Lösungen zur Digitalisierung der Eingangspost, zum Digitalen Schriftgutmanagement sowie zum Individualdruck.
Messestand: Halle 2.1, Stand 760
Vorträge:
Mittwoch, 25. November, 11.20 Uhr, Best Practice Forum
„Der elektronische Brief der Deutschen Post für das eGovernment",
Referent: Dr. Johannes Helbig, Mitglied des Bereichsvorstands, Deutsche Post AG
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