Abschlussbericht
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10 Prozent mehr Besucher: MODERNER STAAT baut bundesweite Leitfunktion aus
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Fast 4.000 Spitzenvertreter aus Bund, Ländern und Kommunen diskutieren über die Zukunft der öffentlichen Verwaltung
Berlin. Die EU-Dienstleistungsrichtlinie, die zentrale Behördenrufnummer D115 und web-basierte, interaktive Bürgerportale werden dem Public Sector und der Kommunikation der öffentlichen Verwaltung ein neues Gesicht geben. Darüber sind sich die Experten einig, die sich in Berlin zur 13. Messe und Kongress MODERNER STAAT trafen. Fast 4.000 Spitzenvertreter aus Bund, Ländern und Kommunen (Vorjahr: 3.620) sowie 200 Aussteller (Vorjahr: 213) präsentierten und berieten zwei Tage lang über Best-Practice-Beispiele, neueste IT-Lösungen sowie Trends, Konzepte und Ideen zur Verwaltungsmodernisierung. MODERNER STAAT markierte damit - trotz Finanzkrise und einer zum Teil restriktiven Dienstreisepolitik - das beste Ergebnis seiner Geschichte.
Bundesinnenminister eröffnet MODERNER STAAT
In seiner Eröffnungsrede und in der anschließenden Podiumsdiskussion skizzierte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die Aufgaben und Handlungsfelder, vor denen die Bundesverwaltung steht: "Wir streben eine durchgreifende Modernisierung der Bundesverwaltung einschließlich der Ministerien und nachgeordneten Behörden an. Das soll unter anderem durch eine umfassende Aufgabenkritik, die konsequente Standardisierung von Prozessen sowie durch weitere Entbürokratisierung geschehen. Wirkungen und Erfolge werden wir evaluieren und transparent kommunizieren." Weiterer Schwerpunkt - neben dem Effizienzprogramm - sei der Bürgerservice, so der Minister weiter.
Partnerland Nordrhein-Westfalen - Berlin wird Partnerland 2010
"Eine zukunftssichere Verwaltung muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Sie hat nicht nur eine ordnungswahrende Funktion, sie ist vor allem auch moderner Dienstleister. Deshalb steht für Nordrhein-Westfalen die Bürgerorientierung im Mittelpunkt", sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf zum Auftakt von MODERNER STAAT, dessen Partnerland Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr war. In NRW wurde seit 2005 die Auflösung von bisher 138 selbständigen Verwaltungseinheiten beschlossen. Das sind fast 13 Prozent des ehemaligen Bestands von annähernd 1.000 Behörden.
Partnerland von MODERNER STAAT 2010 wird das Land Berlin sein. Den entsprechenden Partnerschaftsvertrag unterzeichneten am Mittwoch Berlins Innensenator Dr. Ehrhart Körting sowie Hans-Joachim Erbel, Geschäftsführer von Reed Exhibitions Deutschland, dem Veranstalter von MODERNER STAAT.
Gemeinsame Erklärung zur einheitlichen Behördenrufnummer 115 unterzeichnet
Bürgernähe in der Praxis: Dafür steht das Projekt D 115 als bundeseinheitliche Behördenrufnummer, die seit März 2009 über 10 Millionen Bundesbürgern die Möglichkeit bietet, unabhängig von der behördlichen Zuständigkeit Auskünfte über Verwaltungsdienstleistungen abzurufen. Im Rahmen von MODERNER STAAT unterzeichneten Dr. Stephan Articus vom Deutschen Städtetag, Prof. Dr. Hans-Günter Henneke vom Deutschen Landkreistag, Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus vom Bundesministerium des Innern die "Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts D115 Einheitliche Behördenrufnummer". Derzeit stellen über 40 Kommunen, Landesdienststellen und Bundesbehörden über die Rufnummer 115 den Zugang zu Verwaltungsinformationen zur Verfügung. Bis Ende 2010 sollen alle Bundesbehörden an den Verbund angeschlossen sein, bis 2013 soll der D115-Service in ganz Deutschland angeboten werden.
Zukunftsreport: Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung 2020
Einen Einblick in die öffentliche Verwaltung des Jahres 2020 bot der Zukunftsreport MODERNER STAAT, der von der Prognos AG in Berlin vorgestellt wurde. Im Vordergrund der diesjährigen Studie stand das Prozessmanagement, dem in den öffentlichen Verwaltungen zunehmend eine strategische Bedeutung zukommt. Der Zukunftsreport MODERNER STAAT 2009 nahm in Gruppendiskussionen die Erwartungen der Kundinnen und Kunden an die Prozesse der Verwaltung auf, zeigt Beispiele guter Prozesspraxis und identifiziert Chancen und Grenzen des Prozessmanagements in der Verwaltung in den Jahren bis 2020. Die Kernergebnisse der Studie: 20 Prozent der Personal- und Sachkosten (ohne Transferausgaben) könnten in Zukunft bei einer konsequenten Umsetzung des Prozessmanagements eingespart werden.
MODERNER STAAT baut bundesweite Leitfunktion aus
Neben dem Besucher-Plus von mehr als zehn Prozent konnte MODERNER STAAT auch seine bundesweite Stellung als Leitmesse ausbauen. So das Ergebnis der unabhängigen und repräsentativen Besucherbefragung im Rahmen der Messe. Denn gut 50 Prozent aller Besucher reisen inzwischen aus einem Umkreis von mehr als 300 Kilometern Entfernung an. Dabei kamen die Besucher gleichermaßen aus Bund, Ländern und den Kommunen. Jeder zweite Besucher nahm parallel zur Messe auch am Kongress teil.
MODERNER STAAT findet 2010 am 27. und 28. Oktober in Berlin statt.
Stimmen der Partner und Aussteller:
"Wir streben eine durchgreifende Modernisierung der Bundesverwaltung einschließlich der Ministerien und nachgeordneten Behörden an. Das soll unter anderem durch eine umfassende Aufgabenkritik, die konsequente Standardisierung von Prozessen sowie durch weitere Entbürokratisierung geschehen. Wirkungen und Erfolge werden wir evaluieren und transparent kommunizieren."
Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern
"Eine zukunftssichere Verwaltung muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Sie hat nicht nur eine ordnungswahrende Funktion, sie ist vor allem auch moderner Dienstleister. Deshalb steht für Nordrhein-Westfalen die Bürgerorientierung im Mittelpunkt."
Dr. Ingo Wolf MdL, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen
"MODERNER STAAT hat gezeigt, dass momentan dem Thema Konsolidierungsmöglichkeiten eine große Aufmerksamkeit zukommt. Indem man Abläufe in der Verwaltung optimiert, erhöht man Qualität und Bürgerorientierung und senkt gleichzeitig Kosten."
Rainer Christian Beutel, Vorstand KGSt
"Die Verwaltung hat die Möglichkeiten des Web 2.0 noch nicht genügend im Blick, weil das Web sich auf den persönlichen Austausch konzentriert - die Verwaltung aber eine abstrakte Institution ist. Man muss der Verwaltung in der Kommunikation mit dem Bürger darum ein Gesicht geben - jenseits des Formulars.
Für uns als Hochschule und Weiterbildungsinstitution ist die Messe jedes Jahr eine hervorragende Gelegenheit, mit den Praktikern ins Gespräch zu kommen. Uns hat das starke Interesse an den Kongressforen unserer Professoren gefreut und uns in der Themenwahl bestätigt, mit der wir eine Brücke von grundlegenden Forschungsfragen (Finanzen in der Krise) bis zu konkreten Praxisproblemen (Dokumenten-Organisation) zu schlagen versuchen."
Prof. Dr. Stefan Fisch, Rektor Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
"Die Globalisierung und ihre Begleitumstände erfordern, dass sich Regierung und Verwaltung modern aufstellen. Sie müssen alles dafür tun, die Wettbewerbsfähigkeit von Bürgern und Unternehmen zu stärken - nach den Grundprinzipien Bürgernähe, Servicequalität und Transparenz. MODERNER STAAT hat sich zum 13. Mal als ein wichtiges Forum erwiesen, auf dem Vordenker genau diese Punkte diskutieren konnten."
Michael Pitsch, Geschäftsführer Public Service, Accenture
"Wir sind sehr zufrieden als Aussteller wie als Partner der Public Night. Für SAS war MODERNER STAAT das wichtigste Messe-Highlight des Jahres im Public Sector. Besonders beeindruckend war nicht nur die hohe Besucherzahl, sondern auch die Qualität der Besucher. Wir sind erfreut über die steigende Innovationsbereitschaft und das hohe Interesse an strategisch-analytischen Softwarelösungen.
Michael Schuster, Leiter Public Sector, Softwarehaus SAS
"Die Messe MODERNER STAAT ist für uns eine der führenden Messen für die Modernisierung der Verwaltung und war auch 2009 eines der Highlights des Jahres. Dabei zeichnet den MODERNEN STAAT vor allem aus, dass er eine große Themenvielfalt bietet. Das gibt unseren Partnern und uns die Möglichkeit, das gesamte Lösungsspektrum, angefangen beim Modernen Verwaltungsarbeitsplatz, über DM-Lösungen, Anwendungen zur elektronischen Vergabe, CRM-Systemen bis hin zur Vorgangsbearbeitung aus den Office-Anwendungen heraus zu präsentieren. Es gibt kaum eine Veranstaltung in Deutschland, welche die Entscheidungsträger des Public Sectors in dieser Qualität zusammenbringt."
Angelika Gifford, Senior Director Public Sector und Mitglied der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH
"Wir bewegen uns politisch und wirtschaftlich in herausfordernden Zeiten. Mehr denn je müssen Verwaltungen und Unternehmen Treiber für innovative und zukunftsorientierte Lösungen sein, bei der die Menschen als Bürger und Kunden im Mittelpunkt stehen. Hierfür ist die Kongressmesse MODERNER STAAT für SAP eine wichtige Plattform für den Austausch von Ideen und Lösungsvorschlägen."
Dr. Hans-Peter Kolb, Leiter Vertrieb Public Sector, Landesverwaltungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, SAP Deutschland AG & Co. KG
"Wir sind sehr zufrieden und konnten auch außerhalb Deutschlands - beispielsweise in die Schweiz und nach Österreich - neue Kontakte generieren, die sich für unser Produkt VerwaltungsCockpit interessierten."
Holger Wittlage, Vertrieb Öffentlicher Bereich, Komsult GmbH
"MODERNER STAAT hat sich für uns gelohnt. Unser Rahmenprogramm mit verschiedenen Praxisvorträgen ist auf große Resonanz gestoßen - ebenso das Angebot am Messestand. Wir haben viele interessante Gespräche führen können. Die Gesprächsqualität war gut, viele Verwaltungen haben Bedarf an guten Lösungen im Finanz- und Personalwesen sowie der elektronischen Vorgangsbearbeitung."
Jochen Michels, Leiter PR/Marketing, MACH AG
"Die Messe MODERNER STAAT war auch im 13. Jahr ihres Bestehens erneut erfolgreich. Als Aussteller sind meine Kollegen und ich mit der Qualität der Kontakte hoch zufrieden. Vor allem freut uns, dass die von uns entwickelte und betriebene Stellenbörse des öffentlichen Dienstes, interamt.de, auf sehr großes Interesse gestoßen ist."
Volker Halsch, Leiter Marktmanagement und Mitglied der Geschäftsleitung, Vivento
"Wir waren mit dem Besucherstrom sehr zufrieden. An den beiden Messetagen erhielten wir zu unserem Produkt- und Leistungsportfolio sehr positive Rückmeldungen und es ergaben sich zahlreiche interessante Anknüpfungspunkte."
Markus Schenk, Fabasoft D Software GmbH
„Die Deutsche Post hat den Brief im Internet erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt - mit großem Erfolg. Die Resonanz der Fachbesucher auf unser neues Produkt war durchweg positiv und wir konnten viele intensive Gespräche führen, die für uns in der Pilotphase des Brief im Internets sehr wertvoll sind."
Dr. Georg Rau, Senior Vice President IT-Application Management Marketing/Vertrieb BRIEF Deutschland, Deutsche Post
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